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Meppener Urgestein geht in den sportlichen Ruhestand

Meppen - 28.12.2018 can Ein völlig neuer Lebensabschnitt steht für Sport-Urgestein Manfred Mogge aus Meppen mit dem Jahreswechsel an. Nach 53 Jahren als Funktionsträger, Kampfrichter, Starter und Obmann in der Leichtathletik begibt sich der Emsländer mit dem Jahresbeginn endgültig in den sportlichen Ruhestand.

„In viereinhalb Jahren werde ich 80, da muss irgendwann mal Schluss sein“ lacht Mogge auf die Frage nach den Gründen seiner Entscheidung. Dabei genießt der Meppener nicht nur in der Leichtathletik einen hohen Bekanntheitsgrad, gerade den älteren Sportinteressierten ist er vielmehr als erfolgreicher Fußballer in Erinnerung. Über den SV Lähden kam er 1960 zum SV Meppen und absolvierte von 1961 bis 1971 insgesamt 412 Spiele in der ersten Mannschaft. Zusammen mit namenhaften Spielern wie Gerd Sand oder Spielertrainer Herman Michel erreichte der Außenverteidiger mit dem Aufstieg in die Regionalliga Nord, seinen größten fußballerischen Erfolg. „Wir spielten damals schon in der zweithöchsten deutschen Liga“ schwingt eine gehörige Portion Stolz in seiner Stimme.

Doch neben dem Fußball war Mogge stets auch ein begeisterter Leichtathlet. Angestachelt durch erste Erfolge in den Kreisausscheiden der noch jungen Bundesjugendspiele absolvierte er bereits als Zehnjähriger neben dem Fußball auch stets umfangreiche Trainingseinheiten in der Leichtathletik.

Zweigleisig gefahren

„Natürlich stand Fußball immer an erster Stelle, aber ansonsten bin ich eigentlich immer zweigleisig gefahren“, berichtet der Meppener über seine aktive Laufbahn. Fast 50 Kreismeister-, 18 Bezirksmeister-, sowie einen Vizelandesmeistertitel im Fünfkampf und viele Platzierungen in den Deutschen Bestenlisten erreichte er als Leichtathlet von 1955 bis 1989.

Dann war es der Zufall, der Mogges dritte sportliche Laufbahn einläutete: „Es war bei den Kreismeisterschaften 1965, Leichtathletiktrainer Klaus Bohn kam auf mich zu und drückte mir eine Stoppuhr in die Hand.“ Mogge zögerte nicht, ließ sich kurz einweisen und war begeistert. Fortan sah er seine Zukunft nicht nur in der aktiven Teilnahme, sondern auch in der sportlichen Organisation. Noch im selben Jahr absolvierte er seine erste Kampfrichterprüfung, der bis heute etliche Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen folgten. Auch im Leichtathletik Kreisverband arrangierte sich der Meppener, war Statistiker, Wettkampfwart und 1. Vorsitzender. 2003 folgte die Ausbildung zum Kampfrichter Obmann und 2010 zum Starter des Deutschen Leichtathletikverbandes.

Insgesamt 608 Einsätze auf verschiedensten nationalen oder internationalen Sportfesten und Meisterschaften absolvierte der Emsländer als Kampfrichter, Obmann oder Starter in den vergangenen 53 Jahren. Zugleich gehörte er dem Organisationsteam aller 34 Meppener Cityläufe an und war auch hier als Starter tätig. Sein größter internationaler Höhepunkt war der Einsatz bei den Team-Europameisterschaften 2014 in Braunschweig. Als Startkoordinator und Schiedsrichter-Lauf- leitete Mogge alle Laufentscheidungen und war Wechselrichter der Staffelwettbewerbe.

Lediglich der Einladung des niederländischen Verbandes, auch die Einzel-Europameisterschaften 2016 als Schiedsrichter und Startkoordinator zu begleiten musste Mogge kurzfristig absagen. Ein Bandscheibenvorfall setzte ihn für Wochen außer Gefecht.

„Ich habe in meiner Karriere vielen ehrenamtlichen Helfern eine Menge zu verdanken und wollte einfach etwas zurückgeben“ begründet Mogge seinen unermüdlichen Einsatz. Dabei verweist er zugleich auf den starken Rückhalt seiner Familie: „Ich kann meiner Frau und meinen Söhnen eigentlich nur dankbar sein, ohne ihr Verständnis wäre eine solche sportliche Laufbahn nie möglich gewesen.“

Privatarchiv wird weiterhin gepflegt

Aber so ganz will sich Mogge dann doch nicht von der Leichtathletik verabschieden. Seit Jahren gilt er in Fachkreisen als „die lebende Datenbank der Leichtathletik“. So kennt er von den meisten Leichtathleten aus dem Altkreis die Bestleistungen und größten Erfolge. Wenn einmal eine Bestzeit oder Weite nicht bis auf die Kommastelle genau gewusst wird, reicht ihm ein Blick in sein umfangreiches Privatarchiv. „Die Bestenlisten des Altkreises werde ich auf unbestimmte Zeit weiterführen“, schmunzelt Mogge: „Seinen Ruf muss man schließlich pflegen.“

Quelle: Meppener Tagespost vom 28.12.2018 - Carsten Nitze

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